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Antrag: „Arnsberg verbindet – Ruhrschleife Arnsberg“

Die SPD-Fraktion schlägt mit dem Projekt „Arnsberg verbindet – die Ruhrschleife“ die Schaffung einer modular aufgebauten naturnahen, Generationen übergreifenden Freizeit-, Erholungs-, Kultur- und Gesundheitslandschaft im Stadtteil Arnsberg vor.

Sie bittet die Verwaltung zu prüfen, wie dieses Konzept umsetzbar und mit anderen aktuellen Planungen (z.B. Masterplan Sport, InHK Altstadt Arnsberg, Stadtumbau West) verknüpfbar ist. Die Ergebnisse sollen im Bezirksausschuss Arnsberg und den zuständigen Fachausschüssen vorgestellt werden.

Die Arnsberger Ruhrschleife zwischen Marienbrücke und Jägerbrücke rund um Eichholz und Altstadt ist im weiten Umkreis eine einzigartige Natur- und Kulturlandschaft. Sie ist damit ein markantes Alleinstellungsmerkmal für unsere Stadt und ist wert deutlich herausgestellt zu werden.

Ausgehend von der Diskussion über die Neugestaltung des bisherigen Segelflugplatzes im Alten Feld wurde dem SPD-Ortsverein Arnsberg und der Ratsfraktion immer deutlicher, dass eine rein punktuelle Entwicklung eines kleinen Teilbereichs der Ruhrschleife nicht ausreicht. Vielmehr erscheint es sinnvoll, diese insgesamt in den Blick zu nehmen, um entscheiden zu können, wo welche neuen Angebote sinnvoll sind und wie man sie mit bestehenden ergänzen und verknüpfen kann. Viele attraktive Angebote sind  in dem Bereich schon vorhanden, stehen aber unverbunden nebeneinander.

Für die SPD bietet die Entwicklung dieses Raumes und die Verknüpfung mit den aktuellen Überlegungen zur Aufwertung der Achse Schlossberg, Altstadt und Kloster Wedinghausen große Chancen zur Attraktivitätssteigerung Arnsbergs sowohl für alle Bürgerinnen und Bürger wie auch für Touristen und Besucher. Die SPD schlägt deshalb ein ganzheitliches, modular umsetzbares Gesamtkonzept vor, um dieses Gebiet nachhaltig aufzuwerten, bereits Bestehendes miteinander sinnvoll zu verbinden und neue Elemente einzufügen.

Grundsätzlich sollte dies unter den Prämissen – Naturnah, Generationsübergreifend und Ganzheitlich erfolgen. Mit diesem Blick können unterschiedliche Bereiche wie Freizeit, Erholung, Bildung, Kultur und Gesundheit vereint werden. Dabei sollte die Konkretisierung des Gesamtprojektes nach Vorbereitung durch die Verwaltung in einem offenen Prozess mit intensiver Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, Vereinen und Initiativen erfolgen. Am Ende dieses Prozesses könnte eine dezentrale naturnahe, Generationen übergreifende Freizeit-, Erholungs- und Gesundheitslandschaft stehen.

Zu den bestehenden Bereichen, die unterschiedlich miteinander verknüpft und weiter entwickelt werden können, gehören unter anderem die Promenade, die Ruhrterrassen, das Sauerlandtheater, der Bereich um das Alte Hallenbad, der Bereich um Eichholzspielplatz und Festhalle, der Naturerlebnisraum, der Bereich um Rundturnhalle und Eichholzsportplatz, Schützenwiese und Verkehrsübungsplatz, das Eichholz als Ganzes, das ehemalige Flugplatzgelände, die Bürgergärten und Kleingartenanlage, der Spielplatz Jägerbrücke und das Mühlenviertel. Alle diese Bereiche sind mehr oder weniger direkt bereits jetzt durch den Ruhrtalradweg miteinander verbunden.  

Ergänzend zu dem Bestehenden kann sich die SPD wie teilweise von anderer Seite schon vorgeschlagen einen Generationenpark, einen Fahrradparcour, einen Ruhebereich mit Zugang zur Ruhr und Streuobstwiesen, Flächen für Imkerei, Möglichkeiten für Urban Gardening (ggf. in Zusammenarbeit mit dem Kleingärtnerverein) auf dem Gelände des Segelflugplatzes vorstellen.

Durch die Aufwertung dieses Bereiches ist es weiter sinnvoll einen attraktiven Wohnmobilstellplatz im Bereich der Ruhrschleife etwa auf der einmal angedachten Hundewiese an der Straße Altes Feld zu integrieren.

Ebenfalls sollten mit regenerativer Energie betriebene Ladestationen für E-Mobilität auf dem Parkplatz am Sauerlandtheater und an anderer Stelle eingerichtet werden, um zukunftsorientierte Parkplätze nicht nur für diesen Bereich zu schaffen.

Naturpfade durch diesen Bereich und generationengerechte Fitnesspfade können ebenso ein verbindendes Element sein wie ein Kulturpfad etwa zur dauerhaften Ausstellung vorhandener Skulpturen. In dem Zusammenhang ist ein „Kulturcafe“ mit wechselnden Ausstellungen im Foyer zur temporären Aufwertung und weiteren Nutzung des Sauerlandtheaters und dem Außenbereich denkbar.

Eine (Natur-)Bühne an der Festhalle, der Schützenwiese oder anderer Stelle für unterschiedliche Aktivitäten könnten von allen Interessierten genutzt werden und würde ebenfalls zur Belebung des gesamten Bereiches beitragen.

An verschiedenen Stellen mit viel Publikumsverkehrs und Aufenthaltsqualität sollten freies WLAN zur Verfügung stehen. Denkbar sind auch für alle frei zu nutzende generationsübergreifende Sportangebote – ein Cricketplatz- ist ja schon in der Diskussion.

Verbindende Elemente sind somit neben dem Ruhrtalradweg, ein Kulturpfad, und die Gesundheits-/Fitnesspfade. Die verschiedenen vorhandenen und die neu auszuweisenden Wege sollten miteinander verbunden und als solche beschildert oder per App sichtbar und somit für ein vielfältiges Publikum erlebbar gemacht werden. Auch im InHK Altstadt wird die Verbesserung der Wegebeziehungen thematisiert.

Das Konzept „Die Ruhrschleife“ – Naturnaher, Generation übergreifender Freizeit-, Erholungs-, Kultur- und Gesundheitsparkt ist modular gedacht. Die Realisierung braucht nicht zwingend in einen Stück erfolgen, sondern die einzelnen Elemente können nach und nach zusammenwachsen. Durch eine breite öffentliche Diskussion können weitere Ideen einfließen oder die hier dargestellte Ideen an anderer Stelle verwirklicht oder ergänzt oder durch Anderes ersetzt werden. Integriert werden sollten auch die vielfach bereits in der Vergangenheit vorgestellten und erarbeiteten Konzepte und Ideen. 

Der modulare Charakter der einzelnen Elemente hat auch seine Vorteile hinsichtlich der praktischen Umsetzung und Finanzierung. Mit Blick auf die finanzielle Lage der Stadt sollte die Realisierung so haushaltsneutral wie möglich etwa als LEADER-Projekte, andere Fördermöglichkeiten (Bund, Land, Europa) sowie durch die Einbeziehung von evtl. Sponsoren erfolgen.

Das Projekt ist inhaltlich und räumlich mit dem zurzeit diskutierten Integrierten Handlungskonzept Altstadt verbunden. Dazu gehören konkret die Überplanung des Umfeldes der Festhalle/Promenade, das Eichholz, die Bürgergärten und die Aufwertung des Mühlenviertels. Ebenfalls derzeit diskutiert wird die Neunutzung der Fläche des Alten Hallenbades. Die hier gemachten Vorschläge wären in die genannten Überlegungen mit einzubeziehen.

Enge Verbindungen bestehen ebenfalls zum gerade im Entstehen begriffenen Masterplan Sport und in dem in der Abstimmung befindlichen Landschaftsplan. Im Bereich der Ruhrschleife befinden sich zum einen für die Gesamtstadt Sportstätten für den Vereins- und Schulsport. Zum anderen werden hier für alle frei nutzbare Fitness- und Sportangebote vorgeschlagen. Diese Aspekte werden ebenfalls im Masterplan Sport eine wichtige Rolle spielen und passen somit in ein verbindendes Gesamtkonzept.