Aktuelles
Bedarfsabfrage über das Betreuungsangebot für Kinder U3/Ü3

Die SPD-Fraktion und die Fraktion Die Linke beantragen gemeinsam eine Erhebung des Bedarf an Betreuungsangeboten für Kinder U3/Ü3

 

Die Kindertagesbetreuung in Arnsberg ist ein großes Thema und wird mit Blick auf die Elterngebühren kontrovers diskutiert. Den beiden Fraktionen ist aber darüber hinaus eine möglichst hohe Qualität, eine dem Bedarf angepasste Anzahl von Betreuungsplätzen und eine Orientierung der Betreuungszeiten an den Bedürfnissen der Eltern wichtig.

 

Zur Zeit erreichen uns vermehrt Hinweise, dass die Zahl der U3-Plätze in manchen Stadtteilen zu gering sind und Eltern früher als tatsächlich benötigt einen Platz buchen. Um eine objektive Zukunftsplanung zu ermöglichen, ist eine Bedarfsermittlung daher dringend nötig.

Wir halten es für sinnvoll, möglichst nach Stadt-/Ortsteilen sowie nach Alter der Kinder aufgeschlüsselt, zunächst einmal grundsätzlich zu ermitteln, wie hoch der Bedarf an Ü3/U3 Betreuungsplätzen in Kitas oder in der Tagespflege ist. Auf dieser Basis kann dann der etwaige Ausbau besser gesteuert werden.

 

Als innovative Stadt möchten wir Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen. Dazu ist es nötig, zumindest in einigen Einrichtungen, die Betreuungszeiten den heutigen Realitäten im Arbeitsleben der Eltern anzupassen. Pflegeberufe bei Arbeitgebern wie z.B. Klinikum Arnsberg, Diakonie, Caritasverband und andere Pflegedienste, sowie die geänderten Öffnungszeiten im Einzelhandel und auch die Schichtarbeit in der Industrie erfordern von den Arbeitnehmern enorm viel Flexibilität. Die Öffnungszeiten der Kindertagesstätten und Kindergärten in Arnsberg zeigen deutlich, dass diese am Bedarf vorbei gehen. Auch in Arnsberg dürfte es Bedarf an früheren oder späteren Öffnungszeiten der Kindertageseinrichtungen geben.

 

Das Erstellen von z.B. Dienst- und Schichtplänen stellt eine enorme Herausforderung für oben genannte Betriebe dar. Auch wird es Alleinerziehenden hier teilweise unmöglich gemacht, ihrer Arbeit geregelt nachzukommen. Arnsberg als Industrie- und Gesundheitsstadt darf sich dieser Verantwortung nicht entziehen. Daher halten wir es für nötig zu ermitteln, inwieweit es in Arnsberg Bedarf nach anderen, flexiblen, früheren oder längeren Öffnungszeiten gibt.