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Fracking durch die Hintertür – CDU wird vor einer weiteren Lobby einknicken

Ernsthaft ausleuchten“ heißt es aus dem Munde von Horst Seehofer ( CSU ), Bayerns Ministerpräsident.

Es wäre falsch, Fracking in Deutschland komplett zu verbieten“ meint Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier ( CDU ). Beide Politiker plädieren dafür, nach der Bundestagswahl und den Landtagswahlen in Ihren Ländern im Herbst eine Entscheidung zu treffen.

Und Herr Sensburg, MdB und Kandidat der CDU hier im Hochsauerland, schreibt in seiner Broschüre, dass er für den Erhalt unserer Naturlandschaft ist und damit gegen Fracking, macht aber die Einschränkung – unter dem Einsatz von Chemikalien.

Hierzu Rainer Mühlnickel, Sprecher der HSK SPD für Umwelt:

Fracking ohne Chemie wird keinen Sinn machen. Im österreichischen Weinviertel ist die als Clean-Fracking benannte Methode getestet worden. Hier wurden nur Wasser, Sand und Stärke eingesetzt. Es sollte bestätigt werden, dass diese Methode umweltverträglicher ist, wobei auch hier der Wasserverbrauch und der Flächenfraß viel zu hoch waren. Ebenso kam es auch hierbei zu dem giftigen Rückflusswasser.“

Das Projekt in Österreich wurde auf Grund der negativen Erfahrungen und der Unwirtschaftlichkeit bereits 2012 wieder eingestellt.

 

Auch der Sachverständigenrat für Umweltfragen kommt zu dem Entschluss, dass Fracking energiepolitisch nicht notwendig ist und keinen maßgeblichen Beitrag zur Energiewende leisten kann. Eine Gewinnung von Schiefergas in Deutschland senke weder die Gaspreise, noch erhöhe sie die Versorgungssicherheit.

Außerdem gehen die Förderraten eines Bohrloches im Laufe der Zeit zurück. Rückgangsraten von fast 70% pro Jahr sind nicht selten. Und die Risiken mit all ihren Nebenwirkungen bleiben ob mit oder ohne Chemie“.

In den USA ist es Ende August mal wieder zu einem Störfall mit dem Rückflusswasser gekommen und hat in Kentucky ein Gewässer mit Säuren und Metallen belastet. Auch kommt es zu merkwürdigen Vorgehensweisen durch die Förderkonzerne. So hat im US-Staat Pennsylvania eine Familie 750.000 $ bekommen und soll im Gegenzug zu den umstrittenen Fördermethoden in ihrer Nähe schweigen.

 

Wollen wir das in Deutschland? Nein! Die SPD im HSK setzt sich für ein Verbot von Fracking in Deutschland ein. „Die Gefahren sind zu hoch und den Konzernen geht es nur um den Gewinn. Den Schaden tragen am Ende wieder einmal die Bürgerinnen und Bürger als Steuerzahler, wie ja bereits jetzt beim Atomstrom“, so Rainer Mühlnickel stellv. Vorsitzender der HSK SPD abschließend.

 

Weitere Informationen zur SPD im Hochsauerland und den Bundestagskandidaten immer aktuell unter www.hsk-spd.de und www.dirkwiese.de