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„Für den Schutz der Bürgerinnen und Bürger aktiv…“

Arnsberger Sozialdemokraten und interessierte Bürgerinnen und Bürger besuchten Feuerwehr und neues Feuerwehrmuseum.

Arnsberg. Im Rahmen ihrer diesjährigen Sommertour besuchten die Arnsberger Sozialdemokraten zusammen mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Feuerwache an der Ruhrstraße. Der Ortsvereinsvorsitzende Felix Werker betonte eingangs, dass die Feuerwehr vor Ort unerlässlich für die Sicherheit sei. Der Einheitenführer Wilfried Karla begrüßte die Gäste und führte sie durch die Einrichtung. Lebhaft und anschaulich berichtete er über die tägliche Arbeit und von spektakulären Einsätzen. Wie groß das Interesse war, zeigten die zahlreichen Fragen der Gäste, die Karla geduldig beantwortete. Er ging aber auch auf Probleme ein. Auf den Nägeln brennen die mittlerweile unzureichenden Platzverhältnisse und auch die geplante EU-Arbeitszeitrichtlinie, die die Arbeit der freiwilligen Feuerwehr erheblich einschränken würde.

 

Die Schwierigkeiten überall im Stadtteil rasch Hilfe leisten zu können, wurden durch die Einrichtung einer hauptamtlich besetzten Tageswache deutlich verbessert. Fast ebenso wichtig ist die Stationierung von Feuerwehrfahrzeugen auf dem Gelände der Firma Reno de Medici. Damit ist es etwa möglich, dass die Feuerwehr auch im östlichen Teil des Stadtteils rasch vor Ort ist. Sorge macht Karla, die aus verschiedenen Gründen nachlassende Zahl der Aktiven. Neben dem demographischen Wandel spielen auch andere Gründe eine Rolle. Auf Nachfrage von Gerd Stüttgen, dem SPD-Stadtverbandsvorsitzenden, wurde deutlich, dass im Vergleich zu anderen Städten, die Arbeitgeber bereit sind, die Mitgliedschaft ihrer Beschäftigten bei der Feuerwehr zu akzeptieren. Aber die Belastungen des Berufslebens tragen dazu bei, dass nicht mehr Leute sich der Feuerwehr anschließen. Die anwesenden Kommunalpolitiker konnten berichten, dass sie vor einiger Zeit darum gebeten hätten, dass die Stadtverwaltung unter ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die Arbeit der Feuerwehr verstärkt wirbt.

 

Besonders erfreulich ist es, dass durch die Jugendfeuerwehr systematisch Nachwuchs herangezogen wird. Die Tochter des stellvertretenden SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Katja Bettsteller, selbst Mitglied der Jugendfeuerwehr, berichtete begeistert, von der Jugendarbeit. Vater Uwe Bettsteller und die stellvertretende Bürgermeisterin Erika Hahnwald, die vor kurzem die Gelegenheit hatte, die Jugendfeuerwehr beim Wettkampf um die Leistungsspange in Aktion zu sehen, schlossen sich dem Lob an. „Wir werden bei Verwaltung anregen, dass sie den hochmotivierten Teilnehmern, eine kleine Anerkennung – vielleicht Eintrittskarten für das Nass – zukommen lässt,“ so Hahnwald.

 

Von der Feuerwache ging es zum neuen Feuerwehrmuseum „Brennpunkt“ in der alten Schreinerei am Bahnhof. Dort wurde die Gruppe schon von Herrn Bertling vom Verein Arnsberger Feuerwehrhistorie e.V. erwartet. Für diejenigen, die das früher völlig heruntergekommene Gebäude kannten, war es fast unglaublich, welches Schmuckstück dort entstanden ist. Fast gänzlich in ehrenamtlicher Arbeit wurde das Gebäude für die Sammlung des Vereins hergerichtet. Auch die Bestände des alten Feuerwehrmuseums am Schlossberg sind jetzt hier zu sehen. Für die meisten bisher unbekannt und fazinierend, war die Sammlung von Großfahrzeugen in der neuen Fahrzeughalle. Neben dem Museumsbereich gibt es im Obergeschoss einen großen Veranstaltungsraum, der nach seiner Fertigstellung auch an andere Vereine für Veranstaltungen vermietet werden soll. Die Gäste waren sich einig, dass Arnsberg um eine Attraktion reicher geworden sei.

 

Tief beeindruckt vom gewaltigen ehrenamtlichen Engagement sowohl beim aktiven Dienst der freiwilligen Feuerwehr, wie auch beim Aufbau des Museums sagten die Sozialdemokraten zu, sich soweit es ihnen möglich sei, für die Feuerwehr nicht nur im Stadtteil Arnsberg sondern auch in den anderen Ortsteilen einzusetzen.