Aktuelles
Gemeinsamer Leserbrief zu: „Gemeinsamer Einsatz für die B 229-Ortsumgehungen“ im Blickpunkt Arnsberg-Sundern

Gemeinsamer Leserbrief der SPD-Stadtverbände sowie der SPD-Ratsfraktionen Arnsberg und Sundern Leserbrief zum Bericht „Gemeinsamer Einsatz für die B 229-Ortsumgehungen“ im Blickpunkt Arnsberg-Sundern vom 17.12.14:

 

Alle Jahre wieder oder täglich grüßt das Murmeltier! Offenbar geht der CDU der Stoff aus, so dass wir uns jetzt jährlich mit diesem Thema befassen müssen.

 

Was etwaige Ortsumgehungen in Stemel und Hachen angeht, hat sich das Land NRW klar positioniert. Hachen ist technisch nicht bzw. nur mit einem viel zu hohem finanziellen Aufwand realisierbar. Oder wie will die CDU erklären, dass eine komplette Untertunnelung Kosten im oberen zweistelligen Millionenbereich verursachen würde. Oder streben die CDU-Herren Lins, Vogel, Sensburg und Kersting etwa eine mehrere Hundert Meter lange Brücke über Hachen an? Alternativ käme für Hachens Bürger noch der Einschnitt des Burgberges in Frage. Der Verkehr einer Umgehungsstraße flösse dann durch die Gärten der Hachener Bürger. Will die CDU das wirklich? Kaum vorstellbar. Und für den Verkehrsfluss wäre kaum eine Verbesserung zu erwarten. Kurzum, Kosten und Nutzen stehen in keinem wirklich vertretbaren Verhältnis.
Offensichtlich hat das zwischen 2005 und 2010 auch die seinerzeitige CDU/FDP-Landesregierung erkannt. Aus gutem Grund hat sie das Projekt nämlich ebenfalls nicht vorangetrieben.

 

In Müschede etwa verhindern kostbare ökologische Flächen die Realisierung einer Ortsumgehung. Auch das sollte Sensburg und Co. bekannt sein. Aber wen scheint das in der CDU zu interessieren? Hauptsache erst mal fordern, sein Gift über rot-grün in Düsseldorf versprühen und mediale Aufmerksamkeit erlangen.

 

Ortsumgehungen machen nach einhelliger Expertenmeinung auch nur dann Sinn, wenn es gelänge diese für Stemel, Hachen und Müschede in einem Zuge zu realisieren. Oben ist bereits hinreichend dargelegt, warum das nicht geht.

 

Unter Verkehrsexperten längst unstreitig ist des weiteren, dass der Erhalt bestehender Strecken deutliche Priorität vor dem Bau neuer Strecken haben muss. Zu den in Rede stehenden Herren ist das scheinbar auch bis kurz vor Weihnachten 2014 noch nicht durchgedrungen.

 

Und wie sagt ein altes indianisches Sprichwort: „Wenn Du ein totes Pferd reitest, steig ab!“. Sensburg, Lins, Vogel und Kersting ist offenbar noch gar nicht aufgefallen, wie tot das von ihnen periodisch gerittene Pferd wirklich ist.

 

Für unsere Region sind nachfolgende Punkte viel bedeutsamer und wichtiger, wenn es darum geht die Infrastruktur zu verbessern und die wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten zu stärken:

1. Eine bessere Anbindung an das überregionale Fernstraßennetz für die Stadt Sundern
2. Die Reaktivierung der Röhrtalbahn
3. Der Bau straßenbegleitender Radwege
4. Die Ausweisung zusätzlicher Gewerbeflächen im Stadtgebiet Sundern
5. Ein flächendeckender Breitbandausbau
6. Die Sanierung der Fahrbahndecke auf der OD Stemel.

 

Bleibt zu hoffen, dass es künftig gemeinsam mit der CDU gelingt, diese Aufgaben sinnvoll anzugehen.
Ralf Bittner, Michael Stechele, Gerd Stüttgen, Serhat Sarikaya