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Jugendarbeit und Integrationsarbeit in Gierskämpen stärken

Die SPD-Fraktion beantragt insbesondere zur Verbesserung der Integrationsarbeit im Stadtquartier Gierskämpen und zur Unterstützung des Kinder- und Jugendtreffs Gierskämpen zu prüfen, einen Teil der zusätzlichen Mittel aus der Integrationspauschale für die Sicherung der hauptamtlichen Kinder- und Jugendarbeit im Quartier zu verwenden. g

Das Stadtquartier Gierskämpen wird durch mehrgeschossige Mehrfamilienhäuser mit vergleichsweise günstigen Mieten geprägt. Deshalb ist der Anteil von Einwohnern mit einem relativ geringem Einkommen und solchen die von Transferleistungen leben höher als in anderen Teilen unserer Stadt. Auch der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund und damit der Integrationsbedarf sind beträchtlich. An manchen Tagen haben 70% der vom Kinder- und Jugendtreff Gierskämpen betreuten Kinder einen Migrationshintergrund. Es gibt in Arnsberg kaum ein Quartier, das so herausfordernde Bedingungen vor allem auch in Hinblick auf die Sozialisationsbedingungen von Kindern und Jugendlichen aufweist, wie eben Gierskämpen. Gerade für die vielen Alleinerziehenden ist eine gute Betreuung ihrer Kinder von großer Bedeutung,

Von entscheidender Bedeutung für die positive Entwicklung der Kinder und Jugendlichen ist daher der hauptamtlich betriebene Kinder- und Jugendtreff Gierskämpen. Die Kinder- und Jugendarbeit in Gierskämpen versteht sich als familienbegleitend und ist bemüht die Eltern bei ihrer Erziehungsaufgabe zu unterstützen.

Der „Treff“ wurde früher von der evangelischen Kirche betrieben und wird heute von einem kleinen Verein getragen. Er ist als Träger der Jugendhilfe anerkannt. Die hauptamtlich betriebene Einrichtung ist integraler Bestandteil, der 2013 beschlossenen Rahmenkonzeption der verbandlichen und offenen Kinder- und Jugendarbeit in Stadt Arnsberg (Drs. 104/2013) auch mit dem Ziel mit Hilfe frühzeitiger, präventiver Arbeit spätere Interventionen zu verhindern. Im Jahr 2015 kam es neben anderen Einrichtungen zur Verlängerung der bestehenden Verträge mit der Stadt Arnsberg (Drs. 26/2015).

Durch das Wegfallen der Organisation des Ganztages am bisherigen Standort Birkenpfadschule, brechen erhebliche Mittel weg und der Kinder- und Jugendtreff muss sich konzeptionell neu aufstellen. Die SPD-Fraktion hält die Aufrechterhaltung der hauptamtlichen Kinder- und Jugendarbeit auch mit Blick auf die besondere soziale Situation des Stadtteils aber für dringend geboten. Dies war auch allgemeiner Wille aller Fraktionen bei der Ratssitzung am 13.3.2018.

Dies kann nur gelingen, wenn die wegbrechenden Mittel zumindest teilweise kompensiert werden. Die SPD-Fraktion schlägt vor, aus den der Stadt zusätzlich zur Verfügung stehenden Mitteln der Integrationspauschale, Gelder insbesondere für die Verbesserung der Integrationsarbeit durch qualifiziertes Personal zur Verfügung zu stellen. Wir bitten darum diese Finanzierungsmöglichkeit zu prüfen. Sollte dies nicht möglich sein, fordern wir die Verwaltung auf, nach alternativen finanziellen Lösungsmöglichkeiten zu suchen.