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Notwendige Straßenumbenennungen einvernehmlich durchführen

Es waren Sozialdemokraten und Gewerkschafter, die 1933 mit als erste unter den Verfolgungen der Nationalsozialisten gelitten haben. In Neheim etwa kam der Gewerkschaftssekretär und Sozialdemokrat Karl Fromme im Zusammenhang mit der Zerschlagung der Gewerkschaften am 2. Mai 1933 zu Tode. Viele unserer Mitglieder wurden zwischen 1933 und 1945 verhaftet und litten in den Konzentrationslagern.

 

Auch vor dem Hintergrund unserer eigenen Geschichte dürfen keine Straßen nach Personen benannt werden, die undemokratisches, nationalsozialistisches oder völkisches Gedankengut vertreten haben. Die Nähe von Maria Kahle und Karl Wagenfeld zu diesen Ideen ist in der Forschung mittlerweile unbestritten. Sie haben damit zur Akzeptanz des NS-Regimes beigetragen.

 

Daher ist es richtig, die nach diesen benannten Straßen anders zu benennen. Das Ziel muss eine möglichst einvernehmliche Lösung unter Einbeziehung aller Beteiligten insbesondere der Anwohner der betroffenen Straßen sein. Ansonsten droht eine Eskalation der Debatte, wie wir sie zurzeit in Sundern erleben. Es ist daher zu begrüßen, dass am nächsten Montag in Hüsten noch vor der Ratssitzung eine Bürgerversammlung statt finden wird.