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„Ohne eine gehörige Portion Idealismus würde das nicht funktionieren…“

Der SPD Stadtverband besuchte den Ortsverband Arnsberg des THW

 

Man sieht zwar ab und zu die blauen LKW’s des Technischen Hilfswerk (THW) im Arnsberger Stadtgebiet, aber viele wissen nicht genau, was die Organisation kann und leistet. Daher hat der SPD-Stadtverband Arnsberg im Rahmen seiner Sommertour den hiesigen Ortsverband des THW im Niedereimer Feld besucht.

 

Herzlich begrüßt wurde die Gruppe vom Ortsbeauftragen Jörg Hunzinger, seinem Stellvertreter Matthias Hollmann und weiteren Helfern des Ortsverbandes. Nach einer Einführung in die Aufgaben des THW im allgemeinen und den Aufbau des Arnsberger Ortsverbandes im besonderen wurde den Gästen der beeindruckende Fuhrpark vorgeführt.

 

Der Ortsverband besteht aus etwa 130 ehrenamtlichen Mitgliedern aus Arnsberg und den umliegenden Gemeinden. Gegründet als Bundeseinrichtung für den Zivil- und Katastrophenschutz unterstützt das THW heute Feuerwehr, Polizei oder andere Organisationen mit ihrem speziellen technischen Gerät und dem nötigen know how. Wer erinnert sich nicht an die großen Überschwemmungen des Jahres 2007 als auch das örtliche THW im Dauereinsatz war? Gerade für solche Ereignisse ist der Arnsberger Ortsverband gut gerüstet, verfügt er doch über leistungsfähige Pumpen. Kein Wunder, dass der Ortsverband 2002 und vor einigen Monaten bei den großen Elbehochwässern im Einsatz war.

 

Neben der Fachgruppe für Wasserschäden verfügt der Arnsberger Ortsverband über zwei Bergungsgruppen, über eine Fachgruppe Elektroversorgung mit einem mobilen Notstromaggregat sowie als eine von wenigen Einheiten in Deutschland über eine Fachgruppe Führung/Kommunikation mit einer mobilen Einsatzzentrale.

 

Ohne eine intensive Ausbildung und regelmäßige Übungen wäre die hochmoderne Ausrüstung nutzlos. Dabei sind – abgesehen von den Verwaltungsaufgaben – alle Helfer ehrenamtlich tätig. Die Besucher zeigten sich beeindruckt von dem Engagement und der Bereitschaft einen Teil ihrer Freizeit für die Allgemeinheit zu opfern. Ohne eine gehörige Portion Idealismus wäre dies kaum denkbar, wie eine Teilnehmerin anmerkte. Dies gilt heute noch mehr wie vor einigen Jahren. War früher die Tätigkeit beim THW ein Ersatz für den Wehrdienst, gibt es dies heute nicht mehr. Die Zahl neuer Helfer hat daher nachgelassen. Nicht zuletzt über eine eigene Jugendarbeit versucht der Ortsverband neue Helfer zu gewinnen.

 

Was die Bereitschaft der Arbeitgeber angeht, ihre Mitarbeiter für Einsätze freizustellen, gibt es zwar auch hier einige Vorbehalte, aber insgesamt funktioniert dies im Arnsberger Raum recht gut. Der SPD-Stadtverbandsvorsitzende Gerd Stüttgen, kann es nicht verstehen, dass bei Neueinstellungen nicht bevorzugt Mitglieder von Hilfsorganisationen wie dem THW eingestellt werden, beweisen sie doch großes ehrenamtliches Engagement und soziale Kompetenz, was auch den Unternehmen zu Gute kommen würde. Stüttgen dankte zum Schluss ganz herzlich für die Möglichkeit einen intensiven Einblick in die Arbeit des Arnsberger Ortsverbandes des THW zu bekommen.