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Ortsumgehungen in Müschede, Hachen und Stemel

Leserbrief zum Bericht in der WP/WR am 09.11.13 zu Ortsumgehungen in Müschede, Hachen und Stemel:


Purer Populismus. Der Kommunalwahlkampf steht vor der Tür und Herr Lins steht in Sundern wegen der GastWelten mit dem Rücken zur Wand. Nun sucht er ein Thema, das ablenkt. Aber zu den Fakten:

  1. Wenn der CDU die Projekte angeblich so wichtig sind, warum wurden sie dann unter Schwarz-Gelb in NRW von 2005-2010 nicht vorangetrieben?
  2. Noch kommt der amtierende Verkehrsminister von der CSU. Warum hat Herr Sensburg von 2009 bis 2013 nicht den nötigen Druck zur Realisierung gemacht?
  3. Herr Ramsauer hat als Verkehrsminister in Bayern Wahlkampf mit dem Spaten gemacht. NRW ist verkehrsstrukturell seitens des Bundes total unterfinanziert. Das sehen u.a. auch die IHKs so. Von Herrn Sensburg habe ich dazu bislang noch nichts vernommen.
  4. Sinn machte nur, wenn Ortsumgehungen für Müschede, Hachen und Stemel in einem Zuge umgesetzt würden. Für Hachen wollte Straßen NRW wegen der schwierigen Hanglage bereits vor rd. sechs Jahren eine Machbarkeitsstudie vorlegen. Meines Wissens liegt diese bis heute noch immer nicht vor.
  5. Es macht angesichts knapper Kassen keinen Sinn den Menschen Sand in die Augen zu streuen und Projekte zu versprechen, deren Umsetzung gänzlich unrealistisch ist. Gerade in Zeiten knapper Kassen muss der Erhalt bestehender Straßen Vorrang vor dem Neubau haben.
  6. Die Ortsumgehungen Müschede, Hachen und Stemel sind insgesamt im Vergleich zu großen Autobahnprojekten eher kleine Maßnahmen. Kleinere, aber vergleichsweise teure Maßnahmen wie etwa eine Ortsumgehung in Hachen sind da nahezu chancenlos.
  7. Gerade bzgl. der OU Müschede hat es in Düsseldorf massiven Widerstand von B´90/Die Grünen (Partner von Herrn Vogel in Arnsberg) gegeben, die dort seltene Pflanzen- und Tierarten vermuten.
  8.  Überdies wollen HSK und IHK die Projekte ganz oder teilweise selbst für den Bundesverkehrswegeplan anmelden.
  9. Gerade in Hachen und Müschede dürfte es z.T. massive Widerstände gegen Ortsumgehungen geben, da diese auch mit neuen, erheblichen Belastungen einhergingen.
  10. Wir brauchen die Reaktivierung der Röhrtalbahn. Das könnte zu einer spürbaren Entschärfung beitragen.

Das in aller Kürze nur ein paar Aspekte zum Thema.


Gerd Stüttgen

(Ratsmitglied und Vorsitzender des Bezirksausschusses Müschede)