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SPD und Linke: Kitas mit ausgeweiteten Öffnungszeiten entwickeln

Die Fraktionen der SPD und der Linken beantragen nicht zuletzt mit Blick auf die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf die Öffnungszeit der Kindertagesstätten zu erweitern.

 

Die beiden Fraktionen sind sehr erfreut, dass die Verwaltung endlich die Ergebnisse der auf Antrag der SPD und der Linken mitinitiierten Elternbefragung im Bereich der Kinderbetreuung vorgelegt hat (s. Antrag Linke/SPD vom 7.2.2017). Ein Ziel war es auch zu klären, inwieweit Bedarf nach veränderten Öffnungszeiten besteht. In dem Antrag hieß es:

Als innovative Stadt möchten wir Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützen. Dazu ist es nötig, zumindest in einigen Einrichtungen, die Betreuungszeiten den heutigen Realitäten im Arbeitsleben der Eltern anzupassen. Pflegeberufe bei Arbeitgebern wie z.B. Klinikum Arnsberg, Diakonie, Caritasverband und andere Pflegedienste, sowie die geänderten Öffnungszeiten im Einzelhandel und auch die Schichtarbeit in der Industrie erfordern von den Arbeitnehmern enorm viel Flexibilität. Die Öffnungszeiten der Kindertagesstätten und Kindergärten in Arnsberg zeigen deutlich, dass diese am Bedarf vorbei gehen. Auch in Arnsberg dürfte es Bedarf an früheren oder späteren Öffnungszeiten der Kindertageseinrichtungen geben.“ Nach Auskunft des städtischen Job-Centers wäre eine Ausweitung der Öffnungszeiten auch für die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit von langzeitarbeitslosen Alleinerziehenden von großer Bedeutung.

 

Die Ergebnisse der Befragung machen sehr deutlich, dass sowohl im U 3 wie auch im Ü 3 Bereich tatsächlich Nachfrage nach einer Flexibilisierung und Ausweitung der Öffnungszeiten besteht. Wir schlagen vor zu prüfen, wie man die Öffnungszeiten den Wünschen der Eltern anpassen kann.

 

Wir können uns vorstellen, dass eine behutsame Ausweitung und Flexibilisierung der Öffnungszeiten Morgens und Nachmittags weitgehend im Rahmen des vorhandenen personellen und finanziellen Rahmens möglich sein könnte.

 

Gerade mit Blick auf die ausgedehnten Öffnungszeiten im Einzelhandel oder bei Beschäftigten im Schichtdienst besteht aber bei einer gewissen Anzahl von Familien auch Bedarf nach deutlich längeren Betreuungszeiten bis in den Abend hinein. Hier ist zum einen nicht ganz klar wie groß der Bedarf tatsächlich ist und zum anderen würde ein mehr oder weniger flächendeckendes Angebot nicht zu finanzieren sein.

 

Wir schlagen daher vor als „Pilotprojekt“ jeweils in einer Gruppe einer Kita in jedem Siedlungsschwerpunkt (Arnsberg, Hüsten und Neheim) ein deutlich nach vorne und hinten ausgeweitetes Betreuungsangebot zu machen. Zur Finanzierung können wie uns vorstellen, größere Unternehmen und Einrichtungen mit ins Boot zu holen und einen begrenzten Teil der Plätze für Kinder von Mitarbeiterinnen zu reservieren. Für Arbeitgeber sind mit Blick auf den Fachkräftemangel attraktive Betreuungs- und Bildungsangebote wichtige Standortvorteile.