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Stellungnahme der SPD Stadtverbände Arnsberg und Sundern zur Röhrtalbahndiskussion

Die SPD in Arnsberg und Sundern sind erstaunt und empört über den Vorschlag der Sunderner CDU-Führung, nun auf der Bahntrasse der Röhrtalbahn einen Radweg zu bauen.

 

„Diese Bahnlinie betrifft Sundern und Arnsberg, zumindest hätte man da Meinungen in Sundern und Arnsberg erfragen müssen, anstatt das über die Köpfe hinweg so darzustellen.“, so die beiden Vorsitzenden Gerd Stüttgen und Serhat Sarikaya. „In der Sache ist der Vorschlag, sachlich formuliert, nicht akzeptabel.“, ergänzen die Vorsitzenden der beiden Fraktionen Ralf Paul Bittner und Michael Stechele.

 

Stüttgen und Sarikaya weiter: „Erstaunt sind wir über die offensichtliche Ahnungslosigkeit, wie hier mit dem umfassenden Vorhaben der Reaktivierung der Röhrtalbahn für den Personenverkehr umgegangen wird. Dieses Projekt wurde ausführlich in mindestens fünf langen Fachsitzungen beraten, wo Vertreter der CDU anwesend waren. Alle Details wurden genau betrachtet. Die zwei erstellten Gutachten sind so sehr genau besprochen und dargestellt worden.“

 

Das Projekt wurde im Anschluss ausführlich in den Räten der Städte Arnsberg und Sundern sowie im Kreistag in Meschede dargestellt und diskutiert. Mit überwältigender Mehrheit beschlossen alle Gremien, die positiven Gutachten zu unterstützen und die Reaktivierung der Röhrtalbahn einzuleiten. Inzwischen ist die Strecke in der Landesverkehrsplanung. Hierbei handelt es sich um Landesrecht. „Wir hoffen, dass die CDU wie früher nun wieder das demokratische Planungsverfahren beachtet und sehen das als einen Ausrutscher der jungen, neuen Führung in Sundern an. Irren ist menschlich, auch in der Politik.“, fassen Stüttgen und Sarikaya ihre Kritik zusammen. Der von der CDU geforderte Radweg ist keine einmalige Chance und kann nicht zu Lasten der Bahn gehen, zumal das Röhrtal die Bahn auch als Reserve im Güterverkehr braucht.

 

Die Stadt Arnsberg hat dazu inzwischen einige Initiativen gestartet, um einen Radweg zwischen Müschede und Hachen zu entwickeln. In Müschede ist es unvorstellbar und gefährlich, auf der Bahntrasse zu radeln. Man denke nur an das Nadelöhr bei der Firma Wepa. „Sollen da Radler durchfahren?“, fragen Bittner und Stechele. „Da muss es andere Lösungen geben, zusammen mit der Reaktivierung der Röhrtalbahn.“

 

„Außerdem ist der Nutzen der Bahnstrecke um ein Vielfaches größer als der Radweg.
Müschede bekommt mit der Reaktivierung neue Angebote im Busverkehr, im Raum Sundern werden neue Busangebote in die Dörfer mit der Bahn abgestimmt.“, sind sich die Partei- und Fraktionsvorsitzenden einig. Das alles ist besonders hilfreich für die ältere Bevölkerung. Mithilfe dessen werden bessere und bequemere Möglichkeiten. Die Abhängigkeit vom Pkw rückt hier auch an zweite Stelle.

 

Ein Aspekt ist für die SPD in Sundern und Arnsberg aber sehr wichtig: „Wenn das Land NRW nach genauer Prüfung durch verschiedene Gremien hier bei uns die nötigen Millionen Euro in die Bahnstrecke investiert, dann ist das sehr positiv für unsere Region. Es ist unverantwortlich, wenn die CDU das ablehnt und uns hier kleinredet.“, beenden Stüttgen und Sarikaya ihre Kritik.

 

„Diese Verkehrsinvestitionen sind die Basis für weitere Investitionen, z.B. in der Tourismus-Wirtschaft und im Baugewerbe. Denn wahrscheinlich zieht die neue Bahnlinie neue Einwohner und mehr Touristen an. Da entstehen neue Arbeitsplätze, und diese Bahninvestition ist im Vergleich zu anderen Verkehrsprojekten preiswert und verspricht uns großen Nutzen.“, fassen Bittner und Stechele die Möglichkeiten der Reaktivierung zusammen.