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Versorgungslücke durch Übernahme der einzigen Arnsberger Erdgastankstelle verhindern

Die Stadtwerke Arnsberg haben sich erfolgreich als Energiedienstleister am Markt etabliert und sie haben auch die Förderung von E-Mobilität zu ihrem Anliegen gemacht. Daneben gibt es jedoch weitere Alternativen zu Benzin und Diesel.

 

Hier zu nennen ist in erster Linie der Gasantrieb. Bekanntlich gibt es unterschiedliche Formen des Gasantriebs mit jeweils steigendem Behälterdruck. Zu nennen ist Flüssiggas (Autogas oder LPG) und verdichtetes Erdgas (CNG 200bar idealerweise LNG 500bar und mehr). Gasantrieb aus erneuerbaren Quellen hat mit der power-to-gas Wasserstofftechnologie bei über hundert Jahren optimierten Verbrennungsmotoren auch eine langfristige Zukunft. Der Gasantrieb ist auch durch noch geltende Steuervorteile deutlich günstiger als Betriebsstoffe auf Erdölbasis. Daneben sprechen im direkten Vergleich, bei LNG und CNG, auch Umweltaspekte wie die deutlich saubere Verbrennung oder der nicht vorhandene Ausstoß von Rußpartikeln für diese Antriebsart.

 

Autogastankstellen gibt es in Arnsberg eine ganze Menge. Dagegen besteht derzeit nur eine Tankstelle für CNG Erdgas mit Standort bei Grüne im Niedereimer Feld. Diese wurde ursprünglich von der RWE betrieben, ehe sie von einem Frankfurter Unternehmen übernommen wurde. Der Betreiber wird diese zum 30.9.2016 auf Grund von teuren Instandsetzungsmaßnahmen aufgeben, wie bereits in der Presse zu lesen war. Die bisherigen Kunden müssten nun nach Soest, Menden, Meschede oder Werl fahren. Dies kostet Zeit und es wird unnötig Energie verbraucht. Mit der Aufgabe entsteht damit eine Versorgungslücke von 25km Radius um Arnsberg. Gerade auch mit Blick auf den Fremdenverkehr wäre das Fehlen eines derartigen Angebots fatal.

 

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Arnsberg regt an, dass die Stadtwerke diese Lücke ausfüllen und die bestehende Anlage weiter betreiben. Dies liegt auch deshalb nah, weil die Stadtwerke auch im Gasvertrieb tätig sind und so das Angebot komplettieren könnten. Damit würden die Stadtwerke im Übrigen einen Schritt vollziehen, den auch andere vergleichbare Unternehmen bereits getan haben. Auch in benachbarten Städten wie Soest, Werl, Menden zum Beispiel engagieren sich die Stadtwerke in diesem Bereich.