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„Wie viel Europa steckt in Arnsberg“?

Gerade vor der Europawahl bemühen Populisten das Bild der EU als ein ferner, bürokratischer Moloch. Dabei wird gerne vergessen, dass die Union ganz konkret auch die Entwicklung in Arnsberg fördert. Darum hat die SPD-Ratsfraktion die Verwaltung gebeten, darzustellen was für Mittel in der aktuellen Förderperiode nach Arnsberg geflossen sind. Diese Daten liegen jetzt vor. Aus dem Europäischen Fond für Regionale Entwicklung (EFRE) wurden über 520.000 € bewilligt. Beim Europäischen Sozialfond (ESF) waren es über 2 Millionen Euro, beim Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) waren es über 700.000 €. Hinzu kommen über 3,5 Millionen Euro aus dem Europäischen Ausrichtungs- und Garantiefond für die Landwirtschaft (EGFL).

Die meisten Fördergelder gingen dabei auf Anträge von Vereinen, Verbänden sowie privater Seite zurück. Im Bereich ESF profitierte etwa der Caritasverband Arnsberg-Sundern für den Bereich eines öffentlich geförderten Arbeitsmarktes davon in hohen Maße. Ähnliches gilt für die Handwerkskammer für das Projekt Jugend in Arbeit plus, das Lichtforum NRW für die Qualifizierungsinitiative Licht, die Neue Arbeit Arnsberg für das Erwerbslosenberatungszentrum. Auch das Quartiersmanagement in Arnsberg-Süd wird mit ESF-Mitteln unterstützt.

Für die Förderung von Stadtentwicklung und Klimaschutz hat die EU die Stadt Arnsberg bei einer Reihe von Projekten mit Mitteln unterstützt. Dazu gehört die Unterstützung für das Integrierte Handlungskonzept „Arnsberger Dörfer“ in Höhe von über 24.000 €, für das Dorfentwicklungskonzept „Die drei Ruhrdörfer“ in Höhe von über 10.000€ und das Beweidungsprojekt im Alten Feld in Höhe von über 41.000€. Diese Gelder stammten aus dem Entwicklungsprogramm für den ländlichen Raum (ELER). Bekanntlich ist Arnsberg Teil der LEADER-Region „LEADERsein – Bürgerregion am Sorpesee.“ Daher sind bereits jetzt für einige Projekte entsprechende Mittel bewilligt worden. Dazu gehört der Treffpunkt für Interaktive am Solepark in Hüsten mit über 71.000€ oder die Baukultur-App mit über 45.000€. Da das LEADER-Projekt noch weiter läuft, werden in naher Zukunft aus diesem Fördertopf weitere Mittel fließen.