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„Zukunftsprozess für die Dörfer einleiten.“ – Organisation eines Startworkshops für die Zukunft der Dörfer. Ohne die fachliche Unterstützung der Verwaltung geht es nicht!

Die Stadt Arnsberg besteht bekanntlich aus den Siedlungsschwerpunkten Arnsberg, Neheim, Hüsten und Oeventrop und aus einer ganzen Reihe von Dörfern. Gerade vor diesen macht der demographische Wandel nicht halt. „Besonders betroffen sind sie von der Abwanderung junger Leute zur Berufsausbildung oder zum Studium. Die Gefahr einer Überalterung steht im Raum. Nur wer am Ort eine Perspektive sieht und sich wohlfühlt, bleibt dort oder kehrt wieder zurück. Die Politik muss dazu beitragen, die Dörfer für alle Generationen attraktiver und zukunftssicher zu machen,“ so der stellvertretende Bürgermeister Ewald Hille (SPD) aus Bruchhausen.

 

Seit Jahren hat sich die SPD-Fraktion mit der Problematik befasst. Zuletzt hat sie im Zuge der Haushaltsberatungen beantragt, das Thema zu einem der kommunalen Strategieziele zu machen. „Das ist zwar so nicht gelungen, aber es wurden einige Elemente des Antrages in die Haushaltssatzung übernommen. Daher greift die SPD-Fraktion das Thema erneut auf und konkretisiert es. Gerade auch die Leaderbewerbung könnte Chancen bieten einen Zukunftsprozess für die Dörfer zu entwickeln und umzusetzen,“ meint Gerd Stüttgen Ratsherr aus Müschede.

 
Einen Beitrag zu einem solchen Zukunftskonzept kann auch die Teilnahme der Dörfer an dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ leisten. Nur eine gut vorbereitete Bewerbung, bei der alle maßgeblichen Akteure im Dorf an einem Strang ziehen, hat dabei Aussicht auf Erfolg. Mittelfristig können auch dabei Projekte entwickelt werden, die dazu beitragen, die Dörfer zukunftssicherer zu machen.

 
Natürlich muss die Teilnahme vor allem von der jeweiligen Dorfgemeinschaft getragen werden, aber dazu bedarf es auch der Unterstützung der Verwaltung, die bei der Haushaltsberatung zugesichert wurde. Die SPD-Fraktion schlägt daher die Organisation eines „Startworkshops“ vor, um über Ziele, Chancen und Umsetzung eines Zukunftsprozesses und einer eventuellen Wettbewerbsteilnahme zu informieren und zu motivieren.

 

Man muss das Rad ja nicht unbedingt neu erfinden, daher ist es sinnvoll, dass über die Dorfkonferenz in Holzen und die aktuelle Teilnahme Holzens am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ berichtet wird. Andere Orte können von den Erfahrungen sicher profitieren und sich selbst besser einschätzen. Auch die Bezirksausschüsse sowie der Planungsausschuss sollen eingebunden werden. Angesichts der leeren Kassen der Stadt dürfen keine falschen Erwartungen geweckt werden, daher ist es nötig über die Fördermöglichkeit aus nicht kommunalen Mitteln zu informieren. Gerade vor diesem Hintergrund könnte eine erfolgreiche Leaderbewerbung neue und zusätzliche Möglichkeiten eröffnen.