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Diskussion Binnerfeld: Schnellste und einfachste Lösung ist die Beste!

Mit Befremden verfolgt der SPD Ortsverein Neheim- Hüsten die Diskussion über den möglichen Standort der Sportanlagen in Neheim. Offenbar geht es hier viel um den materiellen Wert, aber nicht um die Folgen!

Die Ausgangslage ist klar. Die Platzanlage des SC Neheim ist in einem nur noch grenzwertigen bis unbespielbaren Zustand. Hier muss ganz schnell eine Lösung getroffen werden. Der SC Neheim ist der ranghöchste Fußballverein und Aushängeschild der Stadt Arnsberg und hierzu sollte auch eine Platzanlage vorhanden sein, die das Prädikat Westfalenliga verdient.

Ein angedachter Standort an der Ackerstraße ist zum einen aufgrund des Gutachtens nicht möglich, zum anderen möchte der dort beheimatete FC Neheim-Erlenbruch gern eine Sportanlage für sich nutzen können. Dies sollte aufgrund der steigenden Mannschafts- und Mitgliederzahlen gerade wegen der herausragenden Integrationsarbeit so akzeptiert und gefördert werden.

Für den SC Neheim fordern wir eine schnelle, gute und vor allem langfristige Lösung. Zu vergessen ist auch nicht, dass die Sportanlage im Binnerfeld diversen Schulen und dem TV Neheim zur Verfügung stehen muss, da auch hier dringend Sanierungsbedarf vorhanden ist.

Eine angedachte Lösung im Schwiedinghauser Feld sehen wir suboptimal. Bereits eine Machbarkeitsüberprüfung würde unnötige Kosten verursachen. Abgesehen von den Baukosten einer neuen Anlage bestehen dort aus unserer Sicht 3 gravierende Bedenken:

  1. Wie sollen die Kinder gerade in der dunklen Jahreszeit in das Außengebiet im Wald gelangen? Machen die Eltern das mit? Oder wird der Verein dadurch Mitgliederschwund erleiden?
  2. Einige Spieler kommen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Aktuell steigen sie am Busbahnhof aus und gehen die paar Meter ins Binnerfeld. Im Schwiedinghauser Feld existiert keine Verbindung mit dem ÖPNV. Soll dieser extra eingerichtet werden? Hier steht sicherlich der Kosten-Nutzenfaktor in keinem Verhältnis.
  3. Das geplante Gebiet im Schwiedinghauser Feld liegt mitten im Arnsberger Stadtwald. Der Weg von Neheim in Richtung Rodelhaus ist lediglich als Waldweg ausgewiesen. Die Zufahrt müsste somit über die offiziell ausgewiesene Straße durch das Rumbecker Holz führen. Hierzu stellt sich auch die Frage, wem man plausibel erklären kann, dass monatlich mehrere tausend Autos den angegriffenen Stadtwald durchqueren sollen. In Zeiten der Klimadiskussion sicherlich kein guter Ansatz.

Der Aussage, dass durch den Verkauf der Bauflächen im Binnerfeld Geld eingenommen würde, welches dafür verwendet werden könne, halten wir für sehr schwer realisierbar, da die Gelder in der Nothaushaltskommune nicht einfach 1:1 umgebucht werden können. Sie sind auch im Rahmen der Budgetierung nicht für einen Sportplatzbau nutzbar.

Der auf den Weg gebrachte Lösungsvorschlag mit dem Standort Binnerfeld kommt sicherlich allen zu Gute. Hier sollte auf dem Standort des jetzigen maroden Rasenplatzes ein hochwertiger Kunstrasen mit Tartanlaufbahn entstehen. Zudem, analog zur Anlage im Arnsberger Eichholz, ein Kleinspielfeld welches für den Schulsport, den Jugendspielbetrieb und zum Trainingsbetrieb genutzt werden kann. Der Neubau eines modernen Clubheimes könnte sofort oder zu einem späteren Zeitpunkt mit realisiert werden.

Besonders befremdlich scheint uns der der Antrag zum Haushalt 2020 von CDU und Bündnis 90 Die Grünen, die Mittel zur Sanierung von Kunstrasenplätzen in Höhe von 300000 € im Haushalt 2020 mit einem Sperrvermerk zu versehen und diesen dann mit der Erstellung des Masterplans Sport zu verknüpfen.

Wir sind der Überzeugung, dass die zeitnahe Erstellung einer geeigneten Spielfläche in Neheim absolut notwendig ist. Eine schnelle Lösung, gleich welcher Art,  würde verhindert oder erheblich verzögert wenn der Antrag von CDU und Bündnis90/ Die Grünen positiv beschieden werden sollte.

Im Ergebnis hätte der SC Neheim eine absolut zukunftsorientierte Sportanlage, der FC Neheim Erlenbruch könnte auf eigenen Wunsch bis auf weiteres an der Ackerstraße verbleiben und auf der freiwerdenden Fläche des jetzigen Kunstrasenplatzes könnten zumindest 3-4 Wohnhäuser entstehen. Diese Variante wäre tatsächlich auch am kurzfristigsten realisierbar. Ein kostspieliges Gutachten würde entfallen, da die Standortfrage im Prüfungsverfahren Ackerstraße für den Fall der Nutzung der Anlage im   Binnerfeld bereits gutachterlich mit geprüft und für bedenkenlos befunden wurde.