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Gerd Stodollick zum Artikel „Streit um Straßensanierung in Oeventrop“ (WP 14. 12. 2019)

Die Sanierungsbedürftigkeit der Straße „In den Oeren“ ist unbestritten. Ihr Artikel verschweigt aber, dass der Rat auch den Antrag der SPD beschlossen hat, im Haushalt 2021 Planungskosten für den Ausbau der Straße einzuplanen. Auf Empfehlung des Haupt- und Finanzausschusses wurden zusätzlich 100.000 Euro für die Planungskosten eingestellt.

Nach den Informationen des Landesbetriebs Straßen soll mit dem Neubau der Dinscheder Brücke Ende 2020 begonnen werden. Es wird mit einer Bauzeit von 1,5 bis 2 Jahren gerechnet. Danach kann zur Aufwertung des gesamten Gebietes des Sportzentrums -wie im letzten Workshop zum Dorfinnenentwicklungskonzept besprochen- mit dem Straßenausbau der Straße In den Oeren begonnen werden. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass im Rahmen des Dorfinnenentwicklungskonzeptes neben dem schlechten Zustand der Straße u. a. auch die unzureichende Beleuchtung, die Verkehrssicherheit für Radfahrer auf dem Ruhrtalradweg und der schlechte Eingangsbereich der Straße angesprochen und kritisiert wurden. Darüber hinaus ist es nach Auskunft der Stadtwerke auch erforderlich, den Regenwasserkanal und das Schmutzwasserkanalsystem zu erneuern.

Angesichts der weiterhin schwierigen finanziellen Lage des städtischen Haushalts halte ich es für nicht vertretbar, für eine provisorische Lösung 100.000 Euro auszugeben, wohlwissend, dass durch diese provisorische Lösung nach Auskunft der Stadt noch höhere Entsorgungskosten anfallen, weil der verarbeitete Teer als Sondermüll angesehen wird. Ich akzeptiere die Entscheidung des Rates, hoffe aber, dass die provisorische Lösung nicht dazu führt, dass der für die Aufwertung und Entwicklung dieses Gebietes notwendige Straßenausbau mit einer guten Beleuchtung und einem vom Autoverkehr getrennten Radweg verschoben wird.
Gerd Stodollick