Michael Ternes
Michael Ternes

Schwierige Standortsuche für Bikeanlage

Radfahren ist voll im Trend! Nicht nur das Rad als Fortbewegungsmittel zur Schule oder Arbeit, nicht nur das Rad für Familienausflüge und Radwanderungen, auch das Radfahren in Bikeparks ist total „in“.

Hier gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, sich mit seinem Rad auszutoben: „Dirtbike“, „Pumptrank“, „Downhill“, „Halfpipe“, „Slopestyle“, „Mountainbike“ und viele mehr! Die Arten, Möglichkeiten und Anforderungen von Strecken an Bike und Fahrende kennt von ganz leicht bis ganz schwer keine Grenzen. 

Pumptrack- und Downhillaction in Arnsberg

In immer mehr Städten und Gemeinden gibt es Strecken und auch Arnsberg sollte sich dem Thema widmen. 

Und das hat gute Gründe:

  • In erster Linie geht es natürlich darum, für Arnsbergerinnen und Arnsberger ein Angebot zu schaffen, damit sie keine langen Wege zurücklegen müssen, um ihrem Hobby nachzugehen
  • Der Masterplan Sport, der für die Stadt Arnsberg in den letzten 2 Jahren erstellt wurde, zeigt den großen Bedarf an einer Bikestrecke
  • Es gibt bereits eine Szene, die sich aktiv dafür einsetzen möchte, auch in Arnsberg Möglichkeiten zu schaffen
  • Wenn man auf die Autobahn schaut, sieht man viele PKW mit Fahrrädern an Arnsberg vorbei in die Bikeparks, z.b. in Winterberg, fahren. Einen Teil davon könnte man durch tolle Angebote in Arnsberg schon bei uns von der Bahn und auf die Strecken holen. Das führt nicht nur dazu, dass Arnsberg auch in der Szene einen Namen bekäme, sondern fördert auch die Gastronomie, die Hotels und den Einzelhandel, da, erfahrungsgemäß, Bikerinnen und Biker lokale Angebote gerne nutzen

Schwierige Standortsuche

Über die Verwirklichung eines Teils des Vorhabens wurde in der Vergangenheit bereits reichlich spekuliert. Eine beantragte Lösung auf dem alten Segelfluggelände in Arnsberg ist jedoch wegen des Umweltschutzes nicht realisierbar. 

Mit 193,4 Quadratkilometern Grundfläche ist Arnsberg flächenmäßig nur die viertgrößte der 12 Gemeinden im Hochsauerlandkreis, allerdings wohnt mehr als jeder vierte Einwohner/ jede vierte Einwohnerin des HSK in unserer schönen Stadt. Die Standortfindung für eine Anlage gestaltet sich daher leider schwierig! Hinzu kommt, dass ungefähr 85% der gesamten Waldflächen in Arnsberg unter Naturschutz stehen und somit eine Nutzung nicht zulassen. 

In benachbarten Kommunen wurden die existierenden Bike-Anlagen oft nicht durch die Stadt, sondern durch Private erstellt. Für die Stadt Arnsberg ist es auch daher eine besondere Herausforderung. 

Gute Gespräche – alle Beteiligten mitnehmen

Wir haben uns mit interessierten Jugendlichen unterhalten und in einem Ortstermin mit dem Grünflächenamt der Stadt und der Stadtförsterin Vorstellungen und Wünsche ausgetauscht. Ziel ist es, in Arnsberg ein Angebot für Alle zu schaffen! Das Grünflächenamt der Stadt verwies auf das große Problem der Verkehrssicherungspflicht. Hieraus ergibt sich automatisch, dass alles, was gebaut wird, durch Fachplanende erstellt werden und durch den TÜV abgenommen werden muss. 

Im Ortstermin wurden Grundstücke im Schwiedinghauser Feld unter die Lupe genommen und für gut befunden. Das Gebiet steht zudem nicht unter Naturschutz.

Mit dezentralem Ansatz die ganze Stadt im Blick

Da es aber daran gelegen ist, im Stadtgebiet Anlagen dezentral zu gestalten, wurden folgende Möglichkeiten angeregt und besprochen:

  • Die Verwaltung prüft die Möglichkeit der Umsetzung einer Bike-Anlage mit mehreren Anlagen im Schwiedinghauser Feld. Diese wäre durch die Nähe zum Stadtkern von Neheim und dem nahgelegenen Ruhrtalradweg gut zu erreichen. Die Stadt wurde darum gebeten zu prüfen, ob hierfür das Förderprogramm „Leader“ in Anspruch genommen werden kann 
  • Die Verwaltung prüft, in Abstimmung mit der Stadtförsterin, an welcher Stelle in Alt-Arnsberg die Umsetzung eines Downhill-Geländes möglich ist. 

In Oeventrop gibt es bereits weit fortgeschrittene Planungen für eine Dirtbike-Anlage im Sportzentrum „In den Oehren“ im Rahmen des Projektes „DIEK“. 

Gemeinsam können wir es schaffen

Einig waren sich alle, dass bei allen Bauvorhaben die interessierte Bürgerschaft zusammen mit den Fachplanenden die Anlage nach ihren Wünschen entwickeln und dort, wo es möglich ist, auch selbst mit anpacken kann. Die Stadt Arnsberg übernimmt die Verkehrssicherung und die Pflege. Wichtig ist auch, dass bestehende Anlagen in der Zukunft immer erweitert oder verändert werden können.

Wir sind uns bewusst, dass keine Lösung allen Wünschen und Vorstellungen gerecht wird. Zum Beispiel wird eine Bike-Anlage für jeden Ortsteil Arnsbergs nicht realisierbar sein. 

Wir denken, mit diesen Lösungsansätzen ist für alle Arnsbergerinnen und Arnsberger ein zugängliches Angebot geschaffen! 

Für ein Projekt für Arnsberg muss man immer die gesamte Stadt im Blick haben! 

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