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Nachhaltiger Waldumbau wird in Arnsberg entwickelt!

Die Arnsberger SPD beschäftigt sich derzeit intensiv mit dem Wald vor dem Hintergrund des Klimawandels. Vor ein paar Wochen konnten sich die Teilnehmer an einer Waldbegehung ein Bild davon machen, welche katastrophalen Schäden der Borkenkäfer an den durch die Trockenheit der letzten beiden Jahre geschwächten Fichten im Arnsberger Stadtwald angerichtet hat. Bereits dort war die Frage, was angesichts des Klimawandels zu tun ist, um den Wald zukunftssicher zu machen ein wichtiges Thema.

Vor diesem Hintergrund lud die Partei zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der den Arnsbergern als „Forstgenbank“ bekannten Institution ein. Wer vielleicht vor Jahren schon einmal dort zu Gast war, erfuhr schnell, dass sich das Aufgabenspektrum sehr erweitert hat. Die Forstgenbank, die zur Sicherung der genetischen Vielfalt, Samen und ähnliches sammelt, existiert immer noch. Aber schon die Selbstbezeichnung als Beratungsstelle für Forstvermehrungsgut, Waldbau, Waldinventuren zeigt, wie weit gefasst die Aufgaben inzwischen sind. Aus dem Lahr- und Versuchsforstamt wurde im Übrigen vor kurzem das Zentrum für Wald und Holz für NRW.

Als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Praxis geht es darum eine nachhaltig orientierte Waldwirtschaft auf den eigenen Flächen zu erproben und die Erkenntnisse an die Praktiker weiter zu vermitteln. Deutlich wurde unter anderem, dass die Grundsätze einer nachhaltigen Forstwirtschaft, etwa der Ersatz der Monokulturen durch Mischwälder seit langem bekannt sind, aber zeitweise nur schleppend vorankamen, weil der Umbau Zeit braucht und die Erträge auf sich warten lassen.

Vor dem Hintergrund des Klimawandels bleibt im Grunde kaum ein anderer Weg als eine ökologisch orientierte Waldwirtschaft. Der Weg dahin ist noch lang und im Detail noch nicht immer klar. Welche Baumarten sind geeignet, um Arten zu ersetzen, die mit den Klimaänderungen nicht klarkommen? Dies ist umso komplizierter, weil Bodenqualität und andere Faktoren eine Rolle spielen.

Nicht nur die Wälder selbst, sondern auch die Menschen, die von ihnen leben, stehen vor großen Herausforderungen und Belastungen. Für die Forstwirte brechen erhebliche Einnahme weg, auch die Sägewerke werden eine längere Durststrecke vor sich haben. Auch das Handwerk und holzverarbeitende Industrie muss nach Alternativen etwa Fichtenholz suchen.

Es kam zu einem sehr intensiven Austausch zwischen den Referenten und Teilnehmern. Gerade von den interessierten Bürgerinnen und Bürgern kamen teilweise sehr spezifische Fragen und Hinweise, die von einer Beschäftigung mit der Thematik zeugten. „Leider ist in Arnsberg kaum bekannt, welche wichtige Arbeit zur Sicherung der Zukunft unserer Wälder bei uns geleistet wird. Umgeben von Wäldern, gibt es kaum einen besseren Standort dafür. Wir sind froh, dass der Standort nicht in Frage steht, sondern eher an Bedeutung gewinnt,“ so der Ortsvereinsvorsitzende Uwe Bettsteller.