Niklas Latusek
Niklas Latusek

Alle drei Lehrschwimmbecken müssen erhalten bleiben!

In der Ratssitzung vom 04.03.2021 wurde die aktuelle Situation der drei städtischen
Lehrschwimmbecken im Hinblick auf deren baulichen sowie technischen Zustand aufgrund der neuen, vorliegenden Gutachten erörtert. Die Thematik wurde sodann in die Fachausschüsse verwiesen.

Hierbei wurde schnell klar, dass das Lehrschwimmbecken in Herdringen die höchste
Priorität genießt. Es ist baufällig und laut Gutachten in absehbarer Zeit nicht mehr nutzbar. Eine Sanierung kommt ebenfalls nicht in Frage. Demnach ist ein zeitnaher Neubau unumgänglich. Für den Neubau ist ein geeigneter, dezentraler aber verkehrlich gut angebundener Standort zu finden.

Die Situation an den beiden weiteren Standorten in Voßwinkel und Alt-Arnsberg ist nur unwesentlich besser. Hier besteht aufgrund des Gutachtenergebnisses zumindest die Möglichkeit einer Sanierung im Bestand, welche zeitnah in Angriff zu nehmen ist.

Bedingt durch die unterschiedlichen Voraussetzungen auf der einen Seite in Herdringen und auf der anderen Seite in Voßwinkel und in Alt-Arnsberg ist es unser gemeinsames Anliegen dafür zu sorgen, dass alle drei Standorte nicht nur erhalten bleiben, sondern weitere, zukunftsweisende Belange bei den anstehenden Maßnahmen berücksichtigt werden.

Bei der Neuplanung des Herdringer Standortes sowie der Sanierung der Standorte Voßwinkel und Alt-Arnsberg sind die Bedarfe der Schulen an Schwimmunterrichtsstunden sowie der KiTas zur Wassergewöhnung der Kinder als auch der Vereins- und Reha-Sport zu berücksichtigen. Diesen Belangen soll nach erfolgreicher Bekämpfung der aktuellen COVID-19 Pandemie und Abschluss der Bau- und Sanierungsmaßnahmen in dem Maße Rechnung getragen werden, dass diese vollständig erfüllt werden.

Dies ist unter dem Blickwinkel, dass Schwimmunterricht aufgrund gesetzlicher Vorgaben durch unsere Arnsberger Schulen verpflichtend zu unterrichten ist, von großer Bedeutung. Wir möchten unseren Schulen diese Möglichkeit erhalten und der steigenden Zahl von Nichtschwimmerinnen und Nichtschwimmern unter der Schülerschaft entgegenwirken. Aktuell gibt es nur noch drei Standorte für unser großes, weitflächiges Stadtgebiet. Ein weiterer Abbau würde nicht nur zu noch höheren Anfahrtszeiten sondern auch zu einer weiteren Verknappung der schon jetzt zu geringen Kapazität führen, was auch aus dem Masterplan Sport hervorgeht.

Weiter ist insbesondere in Herdringen aufgrund des Neubaus, aber auch bei der Sanierung der beiden anderen Standorte seitens der Verwaltung zu prüfen, ob durch die Verwendung von klimafreundlichen Baustoffen wie Holzständerbauweise und klimafreundlicher Technik wie Photovoltaik und Stromspeicher ein Beitrag zum Klimaschutz auf städtischer Ebene in Arnsberg möglich ist.

Hierbei ist ein Vergleich zwischen herkömmlicher Bauweise und Technik mit den
verschiedenen neuen klimafreundlichen Baustoffen und der entsprechenden Technik im Hinblick auf Kosten und zu erwartende Folgekosten vorzunehmen, um auch die
kommunalen Finanzen hierbei mit im Blick zu haben. Um die drei Vorhaben besser finanzierbar zu machen, sind entsprechende Fördermittel seitens der Verwaltung zu akquirieren.

Das Vorstehende zeigt, dass für den Erhalt der drei Standorte eine gemeinsame, die ganze Stadt Arnsberg in den Blick nehmende Konzeption unerlässlich ist. Dies entspricht auch der Aussage des Masterplans Sport, dass mindestens die jetzt vorhandenen Wasserflächen zu erhalten sind. Mit Blick auf die Ausdehnung des Stadtgebiets ist die dezentrale Struktur des Angebots an Lehrschwimmbecken unerlässlich.

Um sämtliche Bedarfe, Belange und Anforderungen der verschiedenen Akteure in diesem Bereich zu erfassen sowie die Expertise der Akteure zu bündeln, sollte die Verwaltung die Politik, die Vereine, die Schulen und die KiTas an einen Tisch holen und über dieses Thema zielgerichtet diskutieren.

Das durch die Verwaltung aufgrund des Vorstehenden zu erstellende Konzept sollte
insbesondere die genannten Anforderungen ausschärfen, verschiedene Bau- und
Sanierungsvarianten und deren finanzielle Realisierbarkeit sowie mögliche Folgekosten darstellen und eine Reihenfolge der Bau- und Sanierungsarbeiten an den drei Standorten enthalten.

Hierdurch ist es dem Rat der Stadt Arnsberg möglich, aufgrund einer fachlich und sachlich ausgearbeiteten Planung durch die Verwaltung die für unsere Stadt Arnsberg bestmögliche Entscheidung zu treffen, eine Reihenfolge bei Bau- und Sanierung der drei Standorte festzulegen und alle drei Lehrschwimmbecken zu erhalten.

Nur auf diese Weise kann dem Willen der Arnsberger Bevölkerung, alle drei Standorte zu erhalten und zukunftsweisend aufzustellen, entsprochen werden.

Durch eine solche Konzeptionierung wird ein mögliches Gegeneinander der Standorte
vermieden und ein Miteinander unserer sportbegeisterten Stadt gefördert.

Matthias Hunke (Vorsitzender SPD Voßwinkel-Bachum)

Jens Hahnwals (komm. Vorsitzender SPD-Ortsverein Arnsberg)

Frank Dietzel (Vorsitzender SPD Herdringen)

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