Tom Babic
Tom Babic

Unseren Kindern eine Stimme geben

Die Spielplätze in unserer Stadt sind immer mal wieder ein Thema von Diskussionen und Berichten. Oft geht es darum, dass an machen Stellen noch keine existieren. Oder, dass der Pflegezustand zu wünschen übriglässt. Immer wieder lesen wir aber auch, dass Spielplätze, die in die Jahre gekommen sind, erneuert oder neugestaltet werden sollen.

Bürgerbeteiligung fängt früh an – bei unseren Kindern

Schon seit mehreren Jahren verfolgt die Stadtverwaltung dabei den Ansatz, die Gestaltung der Spielplätze nicht nur nach eigenen Ideen umzusetzen. Frühzeitig werden die jüngsten Anwohner/innen, unsere Kinder, in Gesprächen mit einbezogen. So kann die Stadt erfahren, welche Spielelemente gefragt sind und wie der Spielplatz angelegt werden soll. Oft gehört auch die Suche nach einem Namen für den neuen oder neu gestalteten Spielplatz dazu.

Ob in Gierskämpen, an der Jägerbrücke oder in Kürze der Spielplatz am Rüggen in Bruchhausen. Überall wurden oder werden Kinder befragt und die Ergebnisse zeigen, dass die Akzeptanz größer ist wenn eine Beteiligung der Kinder stattgefunden hat. Wir wollen Kindern und Jugendlichen mehr Verantwortung und Stimme in unserer Stadt geben. Ideen für den „eigenen“ Spielplatz einzubringen, ist eine gute und sehr frühe Möglichkeit Kindern zu zeigen, dass auch ihre Meinung zählt!

Spielplatz an der Jägerbrücke

Wasser Marsch auf dem Wasserspielplatz!

Bereits im Januar hat die Westfalenpost darüber berichtet, dass der Wasserspielplatz in Arnsberg aufwändig und für viel Geld saniert und neu gestaltet werden soll. Durch die Corona-Krise und die zeitweise Sperrung von Spielplätzen hat sich leider auch hier einiges anders ergeben. Die Stadt nutzt die Gelegenheit und strebt nun auch bei der Sanierung nun eine Beteiligung der Kinder und Eltern an. Dadurch verschiebt sich die Umsetzung allerdings auf den Herbst nächsten Jahres – so berichtete es die Westfalenpost. Eine Nachfrage in bei der Stadtverwaltung hat allerdings ergeben, dass nicht im Herbst 2021 Beginn der Umsetzung sein soll. Vielmehr wird bereits nach der Sommersaison in diesem Jahr mit der Sanierung begonnen. Damit steht der Spielplatz bereits im nächsten Frühjahr wieder zur Verfügung.

Nach Information der Stadtverwaltung wird der Spielplatz aktuell regelmäßig kontrolliert. So wird sichergestellt, dass auch ein 20 Jahre alter Spielplatz immer noch sicher benutzt werden kann.

Realitätscheck von Forderungen

Im zugehörigen Presseartikel am Dienstag in der WP wird nun seitens der Arnsberger Grünen gefordert, die Umsetzung sofort durchzuführen. Offensichtlich wurde dort lediglich die Presse informiert, nicht aber Rücksprache mit der Verwaltung gehalten. Damit hätten mehrere falsche Annahmen frühzeitig aus der Welt geschaffen werden können.

Eine Sanierung des Spielplatzes in der „Corona-Lockdown“-Zeit war nicht möglich – denn auch so etwas muss geplant werden. Die Sperrung der Spielplätze im März war für uns alle sehr kurzfristig. Das auf den Lockdown folgende allgemeine Chaos hat in vielen Bereichen dazu geführt, dass wir alle und auch Unternehmen Wege finden mussten, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Dazu gehören auch die Partner der Stadt, die an einer Sanierung des Spielplatzes arbeiten würden. Bereits nach 6 Wochen war der Spuk dann wieder vorbei und Spielplätze – unter Auflagen – wieder geöffnet. Dort jetzt einen Vorwurf, etwas verschlafen zu haben, zu konstruieren halte ich für wenig realitätsnah.

Corona darf Beteiligung nicht verhindern

Durch eine kurzfristige Sanierung wäre eine Beteiligung der Kinder allerdings unmöglich. Das halte ich für den falschen Weg. Der Spielplatz ist nicht mehr neu, aber gefahrlos nutzbar. Und der Zeitplan für die Umsetzung ist klar – wenn man sich die Mühe macht die Informationen zusammenzutragen. Geben wir daher den Kindern die Chance, hier „ihren“ Spielplatz mit zu gestalten – damit im nächsten Jahr, an den warmen Tagen, wieder auf dem „eigenen“ Spielplatz im Wasser gespielt werden kann!

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