Michael Ternes
Michael Ternes

Möglichen Erhalt der Rettungswache Neheim überprüfen

Seit 1974 betreibt die Stadt Arnsberg an der Feuerwache „Alter Graben“ in Neheim auch eine Rettungswache…und das ist gut so.

Als große Kreisangehörige Stadt, in NRW sind dies Städte mit mehr als 60.000 Einwohnern, ist die Stadt Arnsberg verpflichtet, sowohl die Feuerwehr als auch den Rettungsdienst in Trägerschaft zu betreiben.

Die Standortfrage und die Einsatzmittel für die Rettungswache werden im Rettungsbedarfsplan des Hochsauerlandkreises in regelmäßigen Abständen festgestellt. Aktuell steht die Aufstellung eines neuen Bedarfsplans an.

Im Juli 2019 stellte der Gutachter fest, dass die Rettungswache Neheim nicht Bedarfsnotwendig hinsichtlich der Flächenabdeckung sei und somit entbehrlich wäre, wenn die Firma Hagelstein ihren neuen Firmensitz neben der Polizeiwache in Hüsten errichten wird. Ein wenig befriedigendes Ergebnis, das zu Ungunsten der Notfallpatienten ausfallen würde.

Passende Hilfsfristen für das Arnsberger Stadtgebiet


Das Gutachten geht jedoch von der allgemein gültigen Hilfsfrist von 12 Minuten aus. Nicht berücksichtigt wurde hier die innerörtliche Hilfsfrist von max. 8 Minuten. Auch aus diesem Grunde wurde eine Neuuntersuchung vom Kreis in Auftrag gegeben. Damit soll ein für alle Seiten idealer Rettungsbedarfsplan verabschiedet werden. Zudem gibt es durch die Fußgängerzone in Neheim einen erhöhten Bedarf aufgrund der vielen dort zusammenkommenden Menschen. Seien es Mitarbeiter der Geschäfte, die Kunden oder auch Touristen. Neheim darf es dabei nicht an Grundversorgung im Bereich Rettungsdienst fehlen.

Die Rettungswache in Neheim aufzugeben wäre unverantwortlich für die Bürger im nordwestlichen Stadtgebiet von Arnsberg. Moosfelde, Bergheim, Bachum und Voßwinkel wären die klaren Verlierer. Gerade in der heutigen Zeit sollten auch die Fachleute wissen, dass nach einem Herzstillstand bereits nach zwei bis drei Minuten bleibende Schäden verursacht werden können. Nach fünf Minuten ohne Reanimation werden diese sehr wahrscheinlich schwer ausfallen. Bereits nach zehn Minuten ohne Sauerstoff ist eine Wiederbelebung nahezu unmöglich.

Arnsbergs Fläche ist groß – die Versorgung muss entsprechend sein


Eine Schließung der Rettungswache in Neheim würde womöglich für manchen Menschen in den genannten Gebieten jede Hilfe zu spät kommen lassen. Oder durch zu späte Hilfe bleibende Schädigungen verursachen.

Ich halte es außerdem für sinnvoll, wenn es möglich und sinnvoll ist, den Rettungsdienst im Stadtgebiet soweit möglich in städtischer Hand zu belassen.

Der Erhalt der Rettungswache Neheim muss vorrangiges Ziel für den Rettungsbedarfsplan des Hochsauerlandkreises sein…

…vor allem für die Versorgung der Bürger im westlichen Stadtgebiet!

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